Die Ziele der Initiative sind so vielfältig wie die drängenden Bedürfnisse einer Sparte, die traditionell über eine deutlich weniger einflussreiche Lobby verfügt als etwa das Theater oder die klassische Musik. Fakt ist: Hier gilt es Boden wettzumachen. Häufig fehlt selbst eine Basis-Infrastruktur mit tanztauglichen Probenräumen und Bühnen oder Angebote für Profi-Training. Die Schaffung von Synergien, bessere Vernetzung und eine intelligente Kommunikation sind hier gefragt, aber auch ein geschärftes Bewusstsein von öffentlicher Seite, sowohl von staatlichen Stellen wie auch vom Publikum. Zumal Tanz - ähnlich wie die Musik - unserer Gesellschaft viel zu bieten hat, was heute wichtiger ist denn je: eine Kunst- und Körpererfahrung unabhängig von Sprache und vordefinierten nationalen Kulturen. Tanzpädagogische Projekte, der Tanz in Schulen, stehen deshalb ganz oben auf der Themenliste der Interessensgemeinschaft. Mittelfristig strebt die TanzSzene ein eigenes Tanzbüro und Kompetenzzentrum für den Tanz in Baden-Württemberg an, als Anwalt und Anlaufstelle der Tanzschaffenden im Land. Weitere Unterstützung erhofft sich die Interessensgemeinschaft durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und den Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg (LaFT). In diesem Zusammenhang hat sie auch einen 1. Masterplan "Zeitgenössischer Tanz in Baden-Württemberg" vorgelegt, der Anregungen für die Fortschreibung der Kunstkonzeption und Kunstpolitik des Landes in dieser Sparte enthält.
Erste Wegmarken
Die neue Website der Interessensgemeinschaft informiert umfassend über Ensembles, Festivals, Termine und aktuelle Entwicklungen: http://tanzszene- bw.de/. Beeindruckend lesen sich die Auflistung der Tanz-Institutionen und Gruppen, die schiere Fülle an Tanzveranstaltungen im Land sowie das reichliche Hintergrund-Material, zum Beispiel die PDF-Fassung der ersten großen Image- Broschüre zur TanzSzene BW. Bei ihren regelmäßigen Treffen in wechselnden Städten arbeiten die 26 Mitglieds-Institutionen daran, dieses Angebot und die konkrete Zusammenarbeit untereinander ständig zu verfeinern. Beraten lassen sie sich dabei auch von kompetenten Partnern von außerhalb. Denn zu jeder Sitzung sind andere Tanzexperten aus dem übrigen Deutschland oder aus Europa eingeladen. In engem Austausch werden Erfolgskonzepte auf die Machbarkeit in Baden-Württemberg hin überprüft, gegebenenfalls modifiziert und dann auch übernommen. Es besteht also Anlass zur Hoffnung, dass der Tanz in Baden- Württemberg künftig mehr bewegt - in den Körpern wie in den Köpfen.
Die Interessensgemeinschaft zeitgenössischer Tanz in Baden-Württemberg - TanzSzene BW wird unterstützt vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und durch den Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg (LaFT). Partner und vorläufige Anlaufstelle ist die Kunststiftung Baden-Württemberg.
Kontakt:
TanzSzene BW
c/o Kunststiftung Baden-Württemberg
Gerokstr. 37
70184 Stuttgart
Sprecherin Bea Kießlinger
kontakt@tanzszene-bw.de
Telefon 0179-6990582
Pressekontakt Nicola Steller
steller@freie-pr.de
Telefon 07156-350616