Erneut entschloss sich ein privates Sammlerpaar seine bedeutende Kunstsammlung zeitgenössischer Werke in einem eigenen Haus zu präsentieren. Im malerischen Donaueschingen, unweit der Donauquelle, liegt das MUSEUM BIEDERMANN. Am 20.9.09 wird es im Rahmen eines Tages der offenen Tür eröffnet und künftig in wechselnden Ausstellungen Einblicke in die Sammlung Biedermann ermöglichen. Die Sammlung umfasst rund 850 Werke international bekannter zeitgenössischer Künstler, darunter Figuratives der Neuen Wilden, abstrakte Malerei von Paolo Serra, Skulpturen von Stefano di Nunzio und David Nash. Material und Farbe, Großstadtbilder, sowie eine Hommage an die Farbe Schwarz: die Exponate versprechen eine spannende Entdeckungsreise durch aktuelle internationale Kunstströmungen. Dabei sorgen die großformatigen Arbeiten an den renovierten Wänden des idyllisch gelegenen Museums für einen sinnlichen Sehgenuss. Mitte der 80er Jahre gründete Lutz Biedermann, gemeinsam mit seiner Frau Margit Biedermann die Kunstsammlung Biedermann mit Schwerpunkt auf zeitgenössischer Kunst. Der Grundstein für die Unternehmensgruppe BIEDERMANN wurde bereits im Jahr 1927 von Max Biedermann, dem Großvater von Lutz Biedermann, gelegt. Seither als Familienbetrieb geführt, beschäftigt sich das Unternehmen mit der Entwicklung und Herstellung von anspruchsvollen technischen Produkten für Spezialgebiete der Medizin. Der Berliner Impressionist Max Liebermann porträtierte den Firmengründer, seitdem begleitet die Kunst die Familie Biedermann als ein wesentliches Element. Seit Ende der 70er Jahre in Villingen-Schwenningen ansässig, entwickelte sich die Firma Biedermann Motech GmbH zu einem der führenden, international ausgerichteten Unternehmen in der Entwicklung von Implantaten und Instrumenten für die Wirbelsäulen- und Unfallchirurgie. Zugleich wuchs auch die Kunstsammlung unter der Hand von Margit Biedermann auf ca. 850 Werke von rund 150 internationalen Künstlerinnen und Künstlern heran. In den vergangenen Jahren waren Teile der Sammlung in verschiedenen Ausstellungen in Städtischen Galerien, Museen und anderen Ein- Das Museum Biedermann in Donaueschingen Die Sammmlung Biedermann bekommt ein eigenes Haus und bietet eine spannende Entdeckungsreise durch aktuelle internationale Kunstströmungen richtungen in Baden Württemberg zu sehen. Die Sammlung Biedermann zeichnet sich im Wesentlichen durch zwei Hauptströmungen aus: Einerseits sammelt Margit Biedermann figurative Malerei der „Neuen Wilden“ wie Helmut Middendorf, Rainer Fetting und Matthew Radford. Die drei betören durch eine eigenwillige Bildsprache und expressive Farbigkeit ihrer teils großformatigen Werke. Andererseits liegt ein Focus auf abstrakter Kunst, wobei sie sich durchaus auf innovative Randgebiete konzentriert, wie etwa die römische Schule um Pizzi Cannella, der zwar vom Gegenständlichen ausgeht, jedoch in einem „Vorgang des Verbergens“ versucht, die größtmögliche Abstraktion der Dinge zu finden. Auch Arbeiten von Nunzio und Dario Basso sind vertreten sowie die puristischen Holzskulpturen des aus Wales stammenden Künstlers David Nash oder die Malerei von Paolo Serra. Auf der Grundlage alter Farbrezepte schafft Serra eigentümlich kraftvolle Farbräume. Seit einigen Jahren wurde die Sammlung jedoch auch um Werke einer ganz jungen Künstlergeneration erweitert, die ein besonderes Augenmerk auf Materialität und Oberfläche wirft. In ihrem teilweise radikalen Vorgehen bewegen sich diese Künstler wie beispielsweise May Cornet, Andreas Kocks oder Sebastian Kuhn ebenfalls in dem Spannungsfeld von Figuration und Abstraktion. Mit Donaueschingen hat das Ehepaar Biedermann einen malerisch schönen Standort für seine Sammlung gewählt. Unweit des Donauquells, direkt an der Brigach und einem weitläufigen Park gelegen bietet das neue Museum Kunstgenuss in Verbindung mit Erholung, Weitläufigkeit und romantischer Lage. Nach aufwendigen Restaurierungs- und Anbaumaßnahmen findet die Sammlung ihr Domizil im ehemaligen Museumskino Donaueschingen. Neben sammlungseigenen Werken, die unter verschiedenen Gesichtspunkten in Wechselausstellungen gezeigt werden, möchte das Museum aber auch eine Plattform zur Präsentation von Ausstellungen externer Sammlungen und Gastkuratoren sowie für Künstlerische Projekte verschiedener Gattungen bieten. So wird beispielsweise während der Donaueschinger Musiktage 2009 eine raumbezogene Klanginstallation des kanadischen Künstlers Robin Minard im Spiegelsaal des Museum zu sehen und zu hören sein. Führungen sowie ein vielfältiges Rahmenprogramm in Form von Vorträgen, Lesungen, Konzerten etc. werden künftig dazu einladen, sich auf verschiedenen Ebenen und Wegen mit der präsentierten Kunst auseinander zu setzen. Die Eröffnung wird mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Nach einer offiziellen Begrüßung und der Eröffnungsrede sorgt ein spannendes Programm mit Führungen sowie Kinderaktionen für Abwechslung.
Weitere Informationen: Museum Biedermann - Sammlung internationaler, zeitgenössischer Kunst seit den 80er Jahren, Ca. 850 Werke (u.a. Malerei, Graphik, Zeichnung und Skulptur) von rund 150 Künstlerinnen und Künstlern. Öffnungszeiten: Di - So 11-17 Uhr www.museum-biedermann.de